Meine Selbstständigkeit begann im Jahr 2016.
Im Jahr 2021 kaufte ich mir einen Raspberry Pi.
Zugegeben, die Bestellung eines kleinen Computers für knapp 70 € ist eigentlich nicht allzu aufregend – und doch geht vieles von dem, was heute mein beruflicher Alltag ist, auf diese „Investition“ zurück.
Und das kam so:
Meine zweite Tochter war etwas älter als ein Monat und wir hatten mehrere Monate Elternzeit vor uns. Zu dieser Zeit steckte ich bereits tief in der Frontend-Entwicklung (HTML, CSS, JS), da ich mich bereits seit etwa acht Jahren hauptberuflich mit Websites beschäftigte. Auch meine PHP-Kenntnisse waren halbwegs solide, aber die allzu technischen Belange (Datenbanken, Authentifizierung, etc.) überließ ich damals noch verschiedenen Content Management Systemen wie WordPress oder Drupal.
Das sollte sich nun ändern: Zwischen Elterntreff und Wickeltisch lernte ich mit Linux umzugehen, schrieb erste Programme in Python (siehe Bild unten) und installierte haufenweise Ubuntu-Server. Nicht weil das so ein lustiger Vorgang ist, sondern weil ich mich andauernd selbst aussperrte.
Es hat eine Weile gedauert bis ich begriffen habe, wie man Firewall und SSH-Zugriff richtig konfiguriert – damals stand einem noch keine KI zur Seite. Sobald ich die Linux-Kommandozeile einigermaßen im Griff hatte, folgte mein Einstieg in die Versionsverwaltung mit Git und die Containervirtualisierung mit Docker.
Meine Tochter langweilt sich, während sie darauf wartet, dass der LED-Timer abläuft. Dieser sollte dafür sorgen, dass Mama & Papa trotz der Tatsache, dass sie keinen Mittagsschlaf mehr machen will, Mittags eine Pause bekommen. Das Projekt scheiterte nach wenigen Testläufen an der Akzeptanz der Zielgruppe.
Da die Dreiraumwohnung für unsere vierköpfige Familie langsam eng wurde verschlug es uns aufs Dorf in Niedersachsen – und meinen Unternehmenssitz nach Lüneburg (ins Utopia 🫶). Ich sperrte mein MacBook in den Schrank und stieg auf Linux um (besten Dank an Tuxedo 🐧).
Auch meine Arbeit veränderte sich: Erst übernahm ich technischere Aufgaben im Website-Kontext, wie die Einbindung von APIs für Bewerbungsprozesse oder Kassensysteme. Dann entwickelte ich die ersten eigenen Microservices (React, Tailwind CSS) zur DSGVO-konformen Erfassung personenbezogener Daten, deren Verschlüsselung und ihrer Speicherung auf inländischen Servern.
Seit dem Jahr 2025 beschäftige ich mich hauptsächlich mit solch malerischen Dingen wie der Modellierung und der Entwicklung relationaler Datenbanken (SQL), dem Refactoring veralteter PHP-Anwendungen oder der Backend-Entwicklung (Node.js, MongoDB) für eine Smartphone-App (React Native).
Neben all dem beschäftige ich mich gerne mit CrossFit und mit Illustration, den Möglichkeiten und Untiefen vom KI-Einsatz (insbesondere lokal) und der Entwicklung einiger Microservices – um den allgegenwärtigen Lösungen europäische Alternativen entgegenzusetzen 🇪🇺
Kanonen & Spatzen ist das Unternehmen von Nico Wolf. Als selbstständiger Full Stack Web-Entwickler arbeitet Nico von Lüneburg aus für Kundinnen und Kunden, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Vom Gastronomie-Franchise bis in die Schifffahrts-Branche, vom IT-Unternehmen bis zur Schule – bundesweit verstreut von Hamburg bis München. Die Berufslaufbahn von Nico Wolf finden Sie auf LinkedIn.